Transplantattyp nach VKB Ersatz nach Ziring

Anwendung

Evaluierung nach VKB Ersatz

Typ 1 Transplantat, das einen vollständigen zarten synovialen Überzug aufweist mit einer typischen Lichtreflexion durch seine Oberfläche. Die Struktur ist homogen, eine Separation in mehrere Bündel ist nicht vorhanden. Bei der Funktionsprüfung erweist es sich als ein straffes Band, sowohl in der Hakenprobe als auch im Lachman-Test.
Kurzform: kreuzbandartig strukturiertes Transplantat mit Synoviaüberzug

Typ 2 Transplantat zeigt im Unterschied zum Typ I nur zum Teil einen synovialen Überzug, der sogar ganz fehlen kann. Es besitzt eine geordnete Bündelstruktur mit geringen Aufspleißungen an der Oberfläche. Bei der Funktionsprüfung zeigt sich wie beim Typ I ein festes und durchgehendes Band in der Hakenprobe und
im Lachman-Test.
Kurzform: straffes, bündelartig strukturiertes Transplantat, inkompletter Synovialüberzug

Typ 3Transplantat, bei dem der synoviale Überzug fehlt. Seine Fasern und Bündel zeigen eine ungeordnete Struktur mit z. T. bereits starken Aufspleißungen. Gelegentlich findet sich eine leichte synovitische Umgebungsreaktion. Bei der Funktionsprüfung mit dem Haken zeigt sich im Vergleich zu Typ I und II ein eher laxer und etwas elastischerer Kreuzbandersatz, der sich beim Lachman-Test nicht komplett ausspannt.
Kurzform: laxes, ungeordnet strukturiertes Transplantat ohne Synovialüberzug

Typ 4Transplantat, mit fehlendem Synovialüberzug. Eine geordnete Struktur ist bei diesem Bandersatz nicht zu erkennen. Lediglich vereinzelte Fasern zeigen eine transplantatartige Ausrichtung. Eine mechanisch stabilisierende Funktion des Kreuzbandersatzes ist nicht vorhanden. Es findet sich eine deutliche Instabilität im Lachmann-Test und in der Häkchenprobe.
Kurzform: rudimentäres Transplantat.